Das Wirtshaus Der Pschorr am Viktualienmarkt lud zur Eröffnung der Spargelsaison mit Blasmusik, Spargel-Lunch und einer Fußball-Legende
Die Schaulustigen drängten sich unter die geladenen Gäste, denn wer hat denn schon mal eine echte Fußball-Legende beim Spargelstechen gesehen? Jedenfalls würde die 1. Vorsitzende des Spargelerzeugerverbands, Claudia Westner, Ex-Trainer Felix Magath sofort nehmen, „wenn er nochmal einen Job brauchen würde“. Auch Magaths gelegentlicher Sparringspartner, der TV-Moderator Markus Othmer (bekannt aus „Blickpunkt Sport“), zeigte sich geschickt am Stechmesser – an einem eigens herbeigekarrten Spargel-Erdhaufen, der ein paar Stangen des weißen Goldes aus Schrobenhausen verbarg.
Moderiert wurde das Event vor dem Pschorr von Straßenbau-Manager Uli Städele. Neben der amtierenden Spargelkönigin Elisabeth Schwarzbauer war auch die Stadt München vertreten: Stadträtin Heike Kainz kam – in Vertretung des Bürgermeisters. Die Botschaft des Tages: „Spargel ist Leidenschaft“ – und Magath wie Othmer essen ihn gerne und oft, bevorzugt klassisch mit Butter.
Und schon ging es hinein in den Pschorr, wo ein zum Wetter passender feiner Frühlingsgruß wartete: Spargelsalat mit Kirschtomaten, weißem Balsamico-Dressing, Bärlauchstreifen-Topping und Brezen-Croutons. Der Hauptgang überzeugte ebenfalls – zartes Stangengemüse, kleine Kartoffeln, geschmolzene Butter, üppige Hollandaise und eine Platte mit feinen Schinkenvariationen aus dem reichhaltigen Repertoire des auf regionale Fleischqualität spezialisierten Hauses.
Zwischendurch begrüßte Wirt Jürgen Lochbihler seine Gäste, stellte Küchenteam und Restaurantleiter vor, lobte sein Team und vermittelte glaubhaft seine Ideologie, dass alle Mitarbeitenden wissen sollten, woher die Produkte stammen, die hier auf den Teller kommen – und das gelte auch für die weißen Stangen aus Schrobenhausen. Regelmäßig unternimmt Lochbihler mit seinem Team Ausflüge zu Vieh- und Fischzüchtern, Käse- und Milchproduzenten, Winzern und natürlich Spargelbäuerinnen und -bauern.
Und diese habe er heute auch eingeladen, die Menschen von der Basis, die „die eigentliche Arbeit machen“. Nicht die aus den Vorstandsetagen, sondern jene, „denen wir das hier alles verdanken“, so Lochbihler. Großer Applaus für dieses Statement aus dem Mund eines ehemaligen „Freie Wähler“-Kandidaten, der zumindest heute klingt, als wäre er im Team von Heidi Reichinnek. „Schwerter zu Pflugscharen, Arbeiter und Bauern“, scherzt Lochbihler, der auch selbst Rinderzüchter ist und einen Hof betreibt, zur Einschätzung des Autors.
Mit einem Prost auf alle und einer wunderbaren „gebrannten Creme“ ging ein schöner Spargel-Lunch zu Ende, der schon mal richtig Appetit auf die Saison machte – endlich ist wieder Spargelzeit!
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